Jeden Tag kommt einem ein Tisza-Abgeordneter unter, der über Windkraftanlagen postet – so, als wäre das eine fast überirdische Lösung oder Erlösung für die heutige Energiekrise. Aber wohl kaum jemand glaubt ernsthaft, dass plötzlich 140 Marionetten alle genau dasselbe denken und genau dasselbe sagen, außer es ist ihr Auftrag.
Natürlich muss man nicht lange darüber nachdenken, dass dahinter irgendeine Art von Lobbytätigkeit stehen könnte. Manche wollen offenbar den Westen Transdanubiens vor allem mit unbrauchbaren und extrem teuren Windkraftanlagen vollstellen.
Wenn es im großen Teil des Landes nicht einmal annähernd so viel Luftbewegung gibt, wie Kühe auf der Weide als „Winde“ produzieren, dann inwiefern würden diese monströsen Anlagen, die zudem extrem teuer errichtet würden, überhaupt zur Energieversorgung des Landes beitragen?
Gar nicht. Die einhellige Meinung der Fachleute sei nämlich, dass sie nur mit etwa 20–22 % Effizienz arbeiten könnten, da es in weiten Teilen des Landes keinen echten Windkanal gibt. Falls das jemandem nicht klar ist, versucht er vielleicht, die geografische Bezeichnung „Karpatenbecken“ zu verstehen.
Für die meist etwa 200 Meter hohen Monster braucht man für das Fundament an Land normalerweise 350 bis 1000 Kubikmeter Stahlbeton sowie mehrere 30–40 Tonnen Stahl.
Die Glasfaserblätter werden nach einer Betriebsdauer von 20–25 Jahren zu Abfall, der sich praktisch nicht zersetzt und für immer bei uns bleibt. Außerdem beträgt der gesamte Schmiermittelbedarf einer modernen industriellen Windkraftanlage mit 2–3 MW Leistung – einschließlich Getriebeöl – mehrere hundert Liter bzw. Kilogramm, hauptsächlich synthetische Öle und Maschinenfette. Schon wieder eine Umweltbelastung.
Und die schönste „Perle“ in der Argumentation der Propagandisten ist: Im Winter scheint die Sonne nicht, und Solaranlagen produzieren nicht, aber der Wind weht doch... 🤦♂️
Nun, ich weiß nicht, wo diese Tisza-Leute leben, aber ich würde wieder auf die besondere geografische Lage des „Karpatenbeckens“ zurückkommen und die im Winter typische Nebellage erwähnen. Nicht den Nebel, der vielleicht in ihren Köpfen ist, wenn sie über Windkraft sprechen, sondern den echten Winternebel, der das ganze Karpatenbecken bedeckt und wochenlang bleibt – während die Luftbewegung gleich null ist.
Im Sommer wiederum können Windräder auf landwirtschaftlichen Flächen, etwa auf Äckern, zur weiteren Austrocknung und sogar zur Versteppung des Gebiets beitragen, weil die Rotoren den Boden um sie herum noch stärker austrocknen können. Damit könnten sie auch für die Landwirtschaft ein erhebliches Risiko darstellen.
Windkraftanlagen seien außerdem so ein „gutes Geschäft“, dass die Deutschen nun angeblich von dieser Technologie wegwollten, weil sie selbst in der Nordsee nicht genug Strom liefere und sie ihren Bedarf deshalb mit französischen Atomkraftwerken decken müssten.
Wenn es also darum geht, unsere EU-Gelder für Windkraftanlagen auszugeben, die unter ungarischen Bedingungen kaum etwas nützen, und die ungarische Bevölkerung nicht mit eigenem Strom, sondern mit Importen zu versorgen, dann ist der Slogan „Der Wind ist unsere Energie“ vielleicht genau die Werbeaufgabe, die man den Tisza-Leuten gegeben hat.
Andernfalls nicht – dann wird der Wind niemals unsere Energie sein!
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